Vor einer Woche waren wir zu Besuch bei der Konferenz für Animation, visuelle Effekte, Games und immersive Medien in Stuttgart; kurz FMX 2018. Ein Erfahrungsbericht.

Sven | 3. Mai 2018

Am 26. April bestiegen wir früh morgens in Zürich, den Zug Richtung Stuttgart. Das «wir» besteht an diesem Tag aus der Illustratorin Sarah Vettori und meiner Wenigkeit. Viele Leute in unserem Umfeld scheint die FMX 2018 nicht zu interessieren, und die hohen Ticketpreise schreckten die letzten Interessierten (ausser Sarah) dann auch noch ab. Zugegeben, auch wir unterhielten uns im Zug darüber, ob die Konferenz ihr Geld wert ist und was passieren müsste, damit wir nochmals den Aufwand auf uns nehmen und 2019 wieder hingehen. Zusammengefasst: Ahnungslose Schweizer auf dem Weg zur weltweit einflussreichsten Konferenz in diesem Bereich…





Zeit für einen kurzen Pressetext (kannst auch einfach bei der dicken Schrift unten weiterlesen): «Unter dem Motto Creating Worlds blickte die FMX 2018 über die produktionsbezogenen und technischen Aspekte der Medien- und Entertainmentbranche hinaus und erweiterte sie auf das gesamte Spektrum des kreativen Prozesses, von der ersten zündenden Idee bis hin zur Kreation und Vermarktung einer Intellectual Property (IP). Ausgehend vom Thema beschäftigte sich die FMX 2018 in Präsentationen, Workshops, Masterclasses, Screenings und auf Ausstellungsflächen mit allen Aspekten der Animation, VFX, Games und immersiven Medien.»

Für alle normal Sterblichen heisst das im Klartext, dass hier die Menschen diskutieren und vortragen, welche für all die tollen Welten, visuellen Effekte und Animationen im virtuellen Raum und euren Lieblingsgames und -filmen verantwortlich sind.

Wer den Satz jetzt auch nicht verstanden hat, dem hilft vielleicht Sarahs Blick auf den Tag:

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Yes, wir trafen die Animations-Köpfe hinter Marvels Grosserfolg «Black Panther», lauschten geduldig Disney’s Zeichnergrösse Manu Arenas, lernten wie das Monster in «Shape of Water» entstand, sahen mit Mr. Aartman Tom Barnes hinter die Kulissen von «Early Man» und erfuhren, wie der in Miami aufgewachsene Raphael de Almeida vom Surfen zu Luma Pictures (und damit zu «Thor: Ragnarok») gekommen ist.

264 Referenten lockten 4’000 Besucher in das Haus der Wirtschaft und in die weiteren FMX-Spielstätten Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart, Kino Gloria 2 und Metropol sowie das Caligari-Kino in Ludwigsburg. Obwohl wir nur einen Bruchteil der Veranstaltungen besuchen konnten, waren wir am Ende des Tages sichtlich erschlagen von all den Vorträgen, doch zugleich unglaublich fasziniert und inspiriert. Denn ob Vortragender, Zuhörer, Aussteller oder Job-Anwärter; alle teilen einen gemeinsamen Traum von unendlichen und unvorstellbaren Welten und deren Verwirklichung. Prof. Andreas Hykade, FMX Conference Chair, ist ebenfalls begeistert: „«Die FMX 2018 war ein voller Erfolg! Unter dem Thema „Creating Worlds“ konnten wir durch erstklassige Konferenzbeiträge aufzeigen, wie sich zündende Ideen zu Erfindungen von grosser künstlerischer und ökonomischer Nachhaltigkeit entwickeln können.“»

Dieses «entwickeln können» und sehen, wie man etwas von Grund auf erbaut und durch technische Tricks und visuelle Effekte zum «Leben» erweckt macht wohl auch die Faszination dieser Branche aus. Auf dem Rückweg war uns klar, die FMX wird auch 2019 auf unserem Kalender stehen und ist für berufstätige Kreative, Studenten und Interessenten in diesen Bereichen sehr zu empfehlen – auch wenn sie aus der Schweiz kommen.

Die FMX 2019 findet  dann vom 30. April bis 3. Mai 2019 statt.

Alle weiteren Infos unter: https://fmx.de/home/





 

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