Kinoreview «Auf der Jagd»

Der neue Dokumentarfilm von Alice Agneskirchner zeigt die deutsche Natur von ihrer schönsten Seite und erklärt warum Jäger keine Unmenschen sind.

BEWERTUNG

Ein Jäger schiesst ein Wildschwein. Das getroffene Tier sackt blitzartig zusammen und seine Artgenossen flüchten panisch und grunzend in alle Richtungen. Keine Musik, kein Kommentar; so beginnt Auf der Jagd. Die Regiesseurin Alice Agneskirchner vermeidet es gezielt, dem Zuschauer eine Meinung  zu diesen Bildern aufzupressen. Der Film hinterfragt die Jagd oder die Jäger auch nicht, sondern die Bürokratie und die Entscheidungskriterien die Verantwortlich für die festgelegten Abschusszahlen des jeweiligen Wild sind. Den die wichtige Frage ist, aus welchen Gründen und wie weit darf/soll sich der Mensch in die Natur einmischen. Alice Agneskirchner lässt zu diesem Zweck Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte zu Wort kommen.Ein abschliessende Antwort kann und will der Film nicht liefern, gibt aber einen spannenden Einblick in die Natur Deutschlands und dessen Jagdszene.

7.0

Punkte

7.0

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