In «25 km/h» finden zwei entfremdete Brüder auf einer Mofa-Tour quer durch Deutschland wieder zusammen und er – und überleben so manche wahnwitzige Situation.  

Fatima Di Pane | 8. November 2018

Story

Nach 30 Jahren treffen sich die beiden Brüder Georg (Bjarne Mädel) und Christian (Lars Eidinger) auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Beide haben sich zunächst wenig zu sagen: Georg, der Tischler geworden ist und seinen Vater bis zuletzt gepflegt hat, und der weitgereiste Top-Manager Christian, der nach Jahrzehnten erstmalig zurück in die Heimat kommt. Doch nach einer durchwachten Nacht mit reichlich Alkohol beginnt die Annäherung: Beide beschliessen, endlich die Deutschland-Tour zu machen, von der sie mit 16 immer geträumt haben – und zwar mit dem Mofa. Völlig betrunken brechen sie noch in derselben Nacht auf. Trotz einsetzendem Kater und der Erkenntnis, dass sich eine solche Tour mit über 40 recht unbequem gestaltet, fahren sie unermüdlich weiter. Während sie schräge Bekanntschaften machen und diverse wahnwitzige Situationen er- und überleben, stellen sie nach und nach fest, dass es bei ihrem Trip nicht alleine darum geht, einmal quer durch Deutschland zu fahren, sondern den Weg zurück zueinander zu finden.





BEWERTUNG

Wer hier eine typisch-unlustige deutsche Komödie à la Til Schweiger vermutet, kann aufatmen. Was hier geboten wird ist eine warmherzig erzählte Geschichte zweier Brüder, die sich durch eine verrückte Reise wieder annähern. Das ganze ist dabei lustig, ohne in your face zu sein. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, und von Eidinger und Mädel gut gespielt. «24 km/h» schafft es, zwischen lustigen Momenten tiefsinnig zu sein, verzichtet dabei aber auf ausgelutschte Phrasen-Philosophie. Der Film kommt aber leider nicht ganz ohne Klischees aus, im grossen Ganzen stören diese aber nur wenig. Wer nach leichter, kurzweiliger Unterhaltung sucht, ist mit «25 km/h» bestens bedient.

7.0

Ab ins Kino!

Punkte

7

Tags:

Ähnliche Artikel

Netflix-Serie «13 Reasons Why»: Suizid und Sexismus falsch dargestellt?

Jana | 21.04.2017 «13 Reasons Why», heisst die neue Serie von Netflix und handelt ...

Kino Review: «LORO»

«LORO» will kein Biopic des italienischen Business-Moguls Silvio Berlusconi sein, vielmehr ist der Film ...

«Denial» – Das Scheitern einer Verleugnung in fünf Akten

Das amerikanisch-britische Drama stützt sich auf einen realen Gerichtsprozess aus dem Jahr 2000, wobei ein ...